Wenn man in der Arktis abends von der Rentierzucht nach Hause kommt, den ganzen Tag Geschmack von Rentierblut im Munde hatte – freut man sich über eine gelungene Abwechslung. Die geht hier so: Man schaltet die Höhensonne an, ruhig auf Stufe 3, zieht sich eine knappe knallblaue Badehose an und setzt sich mit einem Teller Hummus auf einen ausrangierten Rentierschlitten. Der sahnig-cremige Geschmack von diesem Zeug lässt Tromsø zu Tel Aviv werden und wenn ich aus dem vereisten Fenster schaue, stehen da draussen keine Rentiere mehr – es sind bucklige Kamele; murmeln was von “du Spinner” anstatt “Har det bra”!
Warum eigentlich? Hummus gab es heute zum Abendbrot und Kamelrennen zum Sami Nationalfeiertag.



